Musikindustrie
Tokio Hotel will jetzt Amerika
erobern
Von Roland Lindner

Frontmann Bill Kaulitz in New York
13. Mai 2008 Frank Briegmann ist daran gewöhnt, die
größten Musikstars der Welt zu erleben. Und doch gibt es
für den Deutschland-Chef des Musikkonzerns Universal noch ganz
besondere Auftritte. Die Magdeburger Teenie-Band Tokio Hotel, das
beste Pferd im Stall von Universal Deutschland, ist nach New York
gekommen, um hier ihre erste englischsprachige Platte vorzustellen.
Briegmann sieht sich eigentlich nicht als die Art von Plattenboss,
der sich bei seinen Künstlern in jede Kleinigkeit einmischt.
Aber für Tokio Hotel ist er jetzt mit nach New York gereist.
Denn er meint, Tokio Hotel haben im größten Musikmarkt
der Welt eine echte Chance auf kommerziellen Erfolg. Und wenn es so
käme, dann wäre das ein seltenes Kunststück:
„Es gibt heute deutsche Sportler oder Models, die in Amerika
berühmt sind, aber kaum Musiker. Es wäre etwas ganz
Besonderes, wenn Tokio Hotel es schaffen würden.“
Tatsächlich ist Amerika ein notorisch schwieriger Markt
für Ausländer. Das gilt nicht nur für Deutsche,
sondern auch für Künstler aus dem englischsprachigen
Ausland. Selbst der britische Superstar Robbie Williams wird in
Amerika fast völlig ignoriert. Die Australierin Kylie Minogue
kam mit ihrem letzten Album „X“ nicht einmal in die Top
100 der amerikanischen Billboard-Charts. Deutsche haben es noch
schwerer: Nur Nena hat im Jahr 1983 mit ihren „99
Luftballons“ in Amerika einen Hit gelandet. Noch heute kann
man Amerikaner fragen, welche deutschen Musiker sie kennen, und
fast immer lautet die Antwort „Nena“. Nach ihr gelang
den Scorpions mit dem Lied „Wind of Change“ ein
Top-10-Hit, und die Band Rammstein schaffte ein paar
Achtungserfolge, aber damit hören die deutschen
Errungenschaften auch auf.
Hochkarätige Fernsehauftritte gesichert
Tokio Hotel sind heute schon ein Exportschlager, was ein bisschen
rätselhaft ist. Die Band schaffte 2005 in Deutschland mit dem
Lied „Durch den Monsun“ den Durchbruch und wurde zu
einem Teenager-Phänomen mit einer hysterischen Fangemeinde.
Bald hatte die Band auch in nicht deutschsprachigen Ländern
wie Polen und Frankreich Anhänger, obwohl ihre Musik dort noch
nicht veröffentlicht war. Briegmann wurde hellhörig: Er
stellte die Band seinen Universal-Kollegen aus anderen Ländern
vor und brachte sie dazu, erste Auftritte zu arrangieren und die
Marketingmaschine anzuwerfen. In Frankreich ging es Schlag auf
Schlag: Erst eine Minishow vor 600 fanatischen Fans, dann
Unterstützung von Radiostationen, Chart-Erfolg für die CD
und ein Konzert zusammen mit anderen Stars vor 500.000 Menschen
unter dem Eiffelturm.
Einen ersten Sprung nach Amerika haben Tokio Hotel schon im Februar
mit Konzerten in kleineren Hallen gemacht: Die Shows waren
ausverkauft, und das Konzert in New York war der „New York
Times“ eine üppig bebilderte Geschichte auf der ersten
Seite ihres Feuilletons wert. Jetzt sind Tokio Hotel wieder in New
York, weil sie mit ihrer gerade veröffentlichten Platte
„Scream“ in die Charts wollen. Universal-Chef Briegmann
schaut zufrieden auf die ersten Indizien wie die Hitliste beim
Online-Musikvertrieb iTunes von Apple: „Gestern war das Album
auf Platz 13, heute sind wir auf 24.“ Auch das Geschäft
mit den CDs in den Läden sei gut angelaufen. „Nach den
ersten Prognosen werden wir in die Top 50 der Billboard-Charts
einsteigen.“ 15.000 bis 20.000 verkaufte CDs wären
dafür wohl nötig, schätzt Briegmann. Er hofft, dass
es insgesamt einmal 500.000 Stück werden.
Umsatz bisher zwischen 30 Millionen und 40 Millionen Euro
An Hysterie ist auch in New York kein Mangel. Tokio Hotel haben
sich einige hochkarätige Fernsehauftritte gesichert. Sie sind
beim Musiksender MTV am Times Square und werden dort von
kreischenden Mädchen empfangen. MTV hat ein ganzes Stockwerk
seiner Glasfassade mit Tokio Hotel plakatiert. Am Tag danach sind
sie in der Late-Night-Talkshow von Conan O’Brien beim
Fernsehsender NBC.
Tokio Hotel haben bisher drei Millionen Alben und zweieinhalb
Millionen Singles in aller Welt verkauft. Wenn man von
üblichen Verkaufspreisen ausgeht, dürfte das einem Umsatz
zwischen 30 Millionen und 40 Millionen Euro entsprechen. Rund ein
Drittel dieses Betrags kommt noch einmal mit dem Verkauf von
Fanartikeln hinzu. Die Band ist für Universal ein stattlicher
Wirtschaftsfaktor, auch wenn sich die Zahlen im Vergleich zum
gesamten Konzernumsatz von 4,9 Milliarden Euro noch bescheiden
ausnehmen.
Auf dem Weg zur Weltmarke
Aber wenn es nach Briegmann geht, sind Tokio Hotel erst am Anfang
auf dem Weg zur Weltmarke: In diesem Jahr stehen noch Amerika und
Europa im Vordergrund, für das kommende Jahr will sich
Briegmann Asien und Südamerika vornehmen. Briegmann sieht
Tokio Hotel als eine der ganz wenigen Chancen, deutsche
Künstler international zu etablieren. Kaum exportierbar sei
dagegen eine Gruppe wie Rosenstolz, die in Deutschland Erfolge
feiert und nach Tokio Hotel die zweitwichtigsten einheimischen
Künstler für Universal sein dürften.
Die Jungs von Tokio Hotel haben sich an Erfolg und kreischende
Mädchen gewöhnt, aber die Resonanz in Amerika ist
offenbar etwas ganz anderes: „Diese riesigen Poster von uns
am Times Square zu sehen, das war absolut
überwältigend“, sagt Frontmann Bill Kaulitz. Und
sein Zwillingsbruder Tom erzählt, nach dem „New York
Times“-Artikel hätten die Jungs damals „die
Zeitungen am ganzen Flughafen aufgekauft“.
Teenie-Bands sind traditionell nicht sonderlich langlebig
Für Briegmann ist der Erfolg von Tokio Hotel ein Lichtblick in
einem schwierigen Markt. Die gesamte Musikindustrie steckt seit
einigen Jahren in der Krise: Das Geschäft mit dem Verkauf von
CDs schrumpft immer weiter, und die Wachstumsraten bei
Online-Plattformen wie iTunes können dies bislang nicht
annähernd ausgleichen. Briegmann gibt zu, dass sich die
Branche umstellen muss. Das Geschäft mit physischen
Tonträgern werde weiter schrumpfen, also müssen andere
Einnahmequellen her. Universal hat Allianzen mit Internetseiten wie
Myspace und Youtube geschlossen und kooperiert mit dem
Handyhersteller Nokia beim Vertrieb von Musik auf Mobiltelefonen.
Daneben will Briegmann immer mehr in „angrenzende
Bereiche“ neben dem Verkauf von Musik, also Merchandising
oder Livekonzerte. Der Weltuntergangsstimmung in der Branche will
sich Briegmann daher nicht anschließen: „Ich bin mir
sicher, man kann auch in zehn Jahren im Musikgeschäft noch
Geld verdienen.“
Ob es dann Tokio Hotel noch gibt, ist eine ganz andere Frage.
Teenie-Bands sind traditionell nicht sonderlich langlebig. Die vier
Bandmitglieder sind heute zwischen 18 und 21 Jahren alt und zielen
auf eine sehr junge Fangruppe. Ob sich die Popularität halten
lässt, je erwachsener die Jungs werden, scheint fraglich.
Universal-Chef Briegmann ist Zweckoptimist: „Die Jungs
können noch genauso erfolgreich sein, wenn sie 30 sind.“
Und Bandmitglied Gustav Schäfer denkt noch in viel
längeren Zeiträumen: „Wir machen das, bis wir
hundert Jahre alt sind.“
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AP, ddp, dpa
Source Faz.net
Tokio Hotel souhaite maintenant conquérir l'Amérique
13 Mai 2008
Frank Briegmann est connu pour l'expérience la plus grande
des stars de la musique dans le monde. Et pourtant, il y a toujours
des performances très spéciales pour le patron
allemand du groupe Universal Music. Le groupe TH de Magdebourg, le
meilleur cheval à l'écurie d'Universal Allemagne, est
venu à New York pour présenter leur premier album en
anglais. Briegmann ne se voit pas vraiment lui-même comme le
type de patron qui interfère dans chaque petite chose chez
ses artistes. Mais pour Tokio Hotel, il a été avec
eux à New York. Car il estime que Tokio Hotel a une chance
réelle de succès commercial dans le marché
mondial de la musique. Et si ça venait de cette
façon, ce serait alors une pièce rare du musée
(sous-entendu les TH sont un vulgaire morceau de viande rare) :
«Il y a des athlètes allemands ou des top models de
nos jours qui sont célèbres en Amérique, mais
pratiquement pas de musiciens. Ce serait quelque chose de
très spécial si Tokio Hotel l'était
».
En fait, l'Amérique est un marché difficile pour les
étrangers. Cette disposition ne s'applique pas seulement
pour les Allemands, mais aussi pour les artistes de pays
anglophones. Même la superstar britannique Robbie Williams
est presque totalement ignorée en Amérique. Kylie
Minogue n'est même pas dans le top 100 du Billboard
américain avec son dernier album "X". Les Allemands ont
encore plus de mal : Nena a eu seulement un succès aux
États-Unis en 1983 avec son "99 Luftballons". Même
aujourd'hui, vous pouvez demander aux américains les
musiciens allemands qu'ils connaissent, et la réponse est
presque toujours "Nena". Après elle, les Scorpions ont
réussi à décrocher un top 10 avec la chanson
"Wind of Change", et le groupe Rammstein a réussi à
obtenir un résultat décent, mais c'est là que
ça se termine pour les artistes allemands.
Tokio Hotel sont déjà frappés d'exportation,
ce qui est un peu déroutant. Le groupe réussi
à percer en Allemagne en 2005 avec la chanson "Durch den
Monsun" et est depuis devenu un phénomène chez les
adolescentes fans hystériques. Bientôt, le groupe a un
énorme succès dans les pays où l'allemand est
parlé comme la Pologne et la France, même avec le fait
que leur musique n'a même pas été encore rendue
public officiellement. Briegmann a été ? : Il a
présenté le groupe à Universal chez des
collègues d'autres pays et les a amenés à
organiser les 1eres performances et à concevoir la machine
de mise sur le marché. En France, le succès a
été terrible : tout d'abord, un mini-concert devant
600 fans, puis le soutien de stations de radio, succès pour
le CD et un concert en face de 500 000 personnes en face de la tour
Eiffel avec d'autres stars.
Tokio Hotel a effectué "le premier saut" en Amérique
en Février déjà avec qq concerts dans des
petites salles: Les spectacles ont été sold out, et
le concert à New York a été imprimé
dans le "New York Times", une somptueuse histoire illustrée
sur la première page. Maintenant, Tokio Hotel sont de retour
à New York, parce qu'ils veulent rentrer dans les charts
avec leur album Scream tout récemment sorti. Briegmann le
patron d'Universal semble satisfait de la première mise en
évidence sur la liste des résultats de la
société de musique en ligne iTunes d'Apple: "Hier,
l'album était 13eme, aujourd'hui nous sommes 24emes.
"Même le marché des CD dans les magasins s'est bien
passé. Après les premières estimations, nous
serons en escalade dans le Top 50 du Billboard." 15000 à
20000 CD vendus seraient probablement nécessaires selon les
estimations de Briegmann. Il espère que seront vendus un
total de 500 000 exemplaires.
Les ventes à ce jour sont comprises entre 30 millions et 40
millions d'euros
Ca ne manque pas d'hystérie à New York. Tokio Hotel
ont obtenu eux-mêmes le top des émissions tv. Ils
étaient sur la chaîne musicale MTV sur Times Square et
ont été accueillis par des filles hystériques.
MTV a couvert sa façade de verre sur tout un étage
avec des affiches de Tokio Hotel. Le lendemain, ils ont
été sur la chaîne de télévision
NBC sur le Late Night avec Conan O'Brien
Tokio Hotel ont vendus 3 millions d'albums et 2 millions 1/2 de
singles à travers le monde jusqu'à maintenant. Cela
reviendrait à un bénéfice de 30 à 40
millions d'euros si vous calculez à partir du prix de vente
habituel. Environ un tiers de cette fortune provient de la vente
des produits dérivés. Le groupe est pour Universal un
beau facteur économique, même si les chiffres sont
encore modestes par rapport à la valeur totale de
l'entreprise qui a un bénéfice de 4,9 milliards
d'euros.
Mais quand il s'agit de Briegmann, Tokio Hotel sont seulement au
début du chemin pour devenir une marque mondiale: Cette
année, l'Amérique et l'Europe sont toujours au
premier plan, et pour l'année à venir Briegmann
prévoit l'Asie et l'Amérique du Sud. Briegmann
considère TH comme l'un des rares groupes qui a des chances
de devenir des artistes allemands internationaux. Difficiles sont
à l'exportation des groupes comme Rosenstoltz qui est
considéré comme le deuxième plus important
groupe allemand après Tokio Hotel pour Universal.
Les gars de Tokio Hotel sont utilisés pour le succès
et faire crier les filles, mais la réponse en
Amérique est évidemment quelque chose de très
différent: "Voir cet immense affiche de nous sur Times
Square a été tout simplement hallucinant", dit Bill
Kaulitz. Et son frère jumeau Tom dit que après
l'article du "New York Times", ils ont acheté tous les
journaux de toute l'aéroport à l'époque.
Pour Briegmann, le succès de Tokio Hotel est une lueur
d'espoir dans un marché difficile. L'ensemble de l'industrie
musicale a été en pleine crise ces deux
dernières années : Le monde des affaires avec la
vente de CD continue à diminuer, et les taux de croissance
pour les plates-formes en ligne tels que iTunes ne peut même
pas être pris en comparaison. La vente de CD continuera
à diminuer, de sorte que le revenu doit provenir d'autres
sources. Universal a décidé de devenir partenaire
avec des sites Internet comme MySpace et YouTube et coopère
avec le téléphone mobile Nokia dans les ventes de
musique sur les téléphones mobiles. En outre,
Briegmann augmentera les zones adjacentes "à
côté de la vente de musique, tels que la marchandise
ou des concerts live". Briegmann ne veut pas faire partie de ceux
qui pensent à la fin de la musique dans l'industrie à
l'avenir : "Je suis sûr que vous pourrez encore gagner de
l'argent avec la musique, même dans dix ans."
Que Tokio Hotel existe toujours est une question
complètement différente. Les groupes d'ados ne durent
généralement pas très longtemps. Les quatre
membres du groupe ont maintenant entre 18 et 21 ans et sont
destinés à un publis jeune. Que la popularité
augmente toujours plus pour les garçons semble pouvoir
être remise en question. Briegmann est optimiste : "Les
garçons peuvent avoir tout autant de succès quand ils
auront 30 ans." Gustav Schäfer pose la réflexion sur
une plus longue période : "Nous allons le faire
jusqu'à ce que nous ayons cent ans."
Traduction Bills Stern* pour http://www.t-h2.net



VIVE LES FANS FRANCAISES ho et puis merde de PARTOUT du moment ki a du respect pour TOKIO HOTEL FUR IMMER DANKE POUR EUX





Commentaires